Werkstattmitarbeiter an LKW

Kfz Mechaniker bei einer Spedition

Thomas Aßmann über Werkstattalltag, Spontaneinsätze im Ausland und was ihn seit über 15 Jahren bei Michels hält 

Zusammenfassung

Thomas Aßmann ist seit 2008 bei der Karl Michels GmbH & Co. KG und leitet als Kfz-Meister die unternehmenseigene Werkstatt am Standort Meudt im Westerwald. Mit einem Team von vier Technikern hält er einen Fuhrpark von über 100 eigenen Fahrzeugen in Betrieb, darunter Silofahrzeuge, Kipper, Schubbodenfahrzeuge und Tautliner. Im Interview spricht er über seinen Arbeitsalltag als Werkstattleiter bei einem Logistikdienstleister, die größten Herausforderungen im Fuhrparkmanagement, einen unvergesslichen Panneneinsatz an der Schweizer-Italienischen Grenze und darüber, was ihn seit über 15 Jahren bei Michels hält.

Inhaltsverzeichnis

Stell dich kurz vor: Wer bist du und was ist deine Rolle bei Michels?
Wie sieht ein typischer Arbeitstag in der Werkstatt aus?
Welche Fahrzeuge betreust du und welche Wartungsintervalle habt ihr?
Und wie haltet ihr den Überblick über Wartung und Prüfungen?
Welche Qualifikationen bringt dein Team mit?
Was ist die größte Herausforderung in deinem Job?
Wie geht ihr mit Pannen und Ausfällen um, auch im Ausland?
Gibt es ein konkretes Beispiel, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Wie hat sich die Werkstatt in den letzten Jahren weiterentwickelt?
Und was plant ihr als nächstes?
Was hörst du von den Fahrern über die Arbeit der Werkstatt?
Und was macht dir persönlich am meisten Spaß?
Was macht Michels für dich als Arbeitgeber besonders?
Wie lange bist du schon dabei?
Welche Rolle spielt die Werkstatt in der Ausbildung?
Fazit: Fuhrparkmanagement bei einer Spedition aus einer Hand
FAQ

Stell dich kurz vor: Wer bist du und was ist deine Rolle bei Michels?

Thomas Aßmann: Mein Name ist Thomas Aßmann. Ich bin Kfz-Meister und seit 2008 hier bei Michels. Ich habe meine Ausbildung hier gemacht, war zwischenzeitlich auf der Meisterschule und bin dann zurückgekommen. Heute bin ich Werkstattleiter und verantworte mit meinem Team die gesamte Werkstatt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag in der Werkstatt aus?

Thomas Aßmann: Ein typischer Arbeitstag beginnt mit einer kurzen Besprechung, was ansteht, und einer Priorisierung der Aufgaben, dann legen wir los. Wir fahren verschiedene LKW in die Werkstatthalle, beginnen mit der Diagnose, bestellen selbstständig Materialien nach und meistens kommt dann doch das eine oder andere Ungeplante dazu.

Spät nachmittags, wenn die LKW von ihren Touren zurückkommen, sind meist noch ein paar Kleinigkeiten dabei, die kurzfristig erledigt werden müssen. Im Schnitt bearbeiten wir sechs Fahrzeuge pro Tag, an manchen Tagen sind es aber auch zwölf oder mehr.

Welche Fahrzeuge betreust du und welche Wartungsintervalle habt ihr?

Thomas Aßmann: Wir haben gut 100 Zugmaschinen und mit Sicherheit 140 Auflieger und mehr (bitte prüfen). Die Typen sind sehr unterschiedlich: Silofahrzeuge, Kipper, Kippmulden, Zweiseitenkipper, Schubbodenfahrzeuge und Tautliner. Wir sind da wirklich sehr breit aufgestellt.

Und wie haltet ihr den Überblick über Wartung und Prüfungen?

Thomas Aßmann: Wir haben die zwei gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen im Jahr: einmal die Sicherheitsprüfung, einmal die HU. Darüber hinaus führen wir Listen über verschiedene anstehende Wartungen an den Fahrzeugen. Die Intervalle sind unterschiedlich, je nach Einsatzgebiet und Fahrzeug.

Welche Qualifikationen bringt dein Team mit?

Thomas Aßmann: Wir haben Personal, das SP-prüfberechtigt ist, entsprechende Lehrgänge absolviert hat und bei der Innung eingetragen ist. Dazu kommen verschiedene kleinere Weiterbildungen, damit wir mit dem Stand der Technik mitgehen. Das ist wichtig, weil sich die Fahrzeugtechnik ständig weiterentwickelt.

Das Team besteht aus vier Technikern. Dank Bremsenprüfstand und SP-Berechtigung können alle gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen intern durchgeführt werden.

Was ist die größte Herausforderung in deinem Job?

Thomas Aßmann: Speziell bei uns würde ich sagen: Das Schwierigste und gleichzeitig Spannendste ist das Unvorhersehbare. Pannen oder Unfälle, die immer wieder anders aussehen, anders gestaltet sind, neue Situationen in verschiedenen Orten, teilweise im Ausland. Sich dann Lösungen auszudenken und die Probleme zu lösen, das ist eigentlich das Spannendste.

Wie geht ihr mit Pannen und Ausfällen um, auch im Ausland?

Thomas Aßmann: Teilweise müssen wir dann auch jemanden hinschicken, mit Übernachtung. Wir sind oft schneller als jemanden im Ausland zu beauftragen, weil der Fehler manchmal sehr spezifisch ist und wir das Material und das Know-how hier haben.

Gibt es ein konkretes Beispiel, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Thomas Aßmann (lacht): Ja, wir haben kurzfristig einen Kraftstofftank in Koblenz abgeholt, weil der in der Schweiz nicht verfügbar war. Dann sind wir an die Schweizer-Italienische Grenze gefahren, haben den Tank dort gewechselt, übernachtet und sind am nächsten Tag wieder zurückgefahren. Das ist halt auch ein riesen Vorteil von Michels: die zentrale Lage in Deutschland, in Europa. Man ist schnell mal überall.

Wie hat sich die Werkstatt in den letzten Jahren weiterentwickelt?

Thomas Aßmann: Die Werkstatt hat sich 2018 neu aufgestellt. Wir sind intern umgezogen, haben einen Bremsenprüfstand gebaut und die entsprechenden Lehrgänge für die SP-Untersuchungen absolviert, sodass wir das alles selbstständig durchführen können. Die Werkstatt wurde dabei auch ein bisschen neu aufgeteilt.

Und was plant ihr als nächstes?

Thomas Aßmann: Wir überlegen, einen Induktionswärmer anzuschaffen. Das ist eine Technologie, die gerade in Kfz-Werkstätten Einzug hält. Mit Induktion kannst du eisenhaltige Materialien punktuell erhitzen, ohne Gas und Sauerstoff oder eine offene Flamme. Das ist präziser und sicherer. Zusätzlich sind wir immer auf der Suche nach erfahrenen Fachkräften, die unser Werkstatt-Team verstärken.

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Was hörst du von den Fahrern über die Arbeit der Werkstatt?

Thomas Aßmann: Die Fahrer sind ja unsere direkten „Kunden". Was ich höre: dass die Arbeit gewissenhaft und ordentlich gemacht wird, dass man sich darauf verlassen kann. Was gemacht ist, ist zu 100 Prozent in Ordnung, man fährt nie mit einem schlechten Gefühl los.

Und was macht dir persönlich am meisten Spaß?

Thomas Aßmann: Was besonders viel Spaß macht, ist eigentlich der Umgang miteinander. Der ist (meistens) sehr positiv (lacht). Teilweise die Gespräche mit den Fahrern, wenn sie von der Tour zurückkommen und von ihren Erlebnissen erzählen. Der Arbeitsalltag ist positiv und gutlaunig.

Was macht Michels für dich als Arbeitgeber besonders?

Thomas Aßmann: Ich bin der Meinung, dass das Unternehmen jede einzelne Person individuell betrachtet und auf Bedürfnisse eingeht, falls welche bestehen. Dass man hier gesehen wird, dass gute Leistung anerkannt wird. Und dass man Vertrauen geschenkt bekommt, Entscheidungen mitbeeinflussen kann und nach seiner Meinung gefragt wird.

Wie lange bist du schon dabei?

Thomas Aßmann: Ich habe hier meine Ausbildung gemacht, bin dann auf die Meisterschule und danach wieder zurückgekommen. Das sind jetzt schon über 15 Jahre. Und ich arbeite wirklich sehr gerne hier.

Welche Rolle spielt die Werkstatt in der Ausbildung?

Thomas Aßmann: Wir haben die Berufskraftfahrer-Lehrlinge bei uns in der Werkstatt, um ihnen die Technik näherzubringen. Die sehen vorher wirklich, wie so ein Lkw von innen aussieht. Das ist Teil der Ausbildung. Wer später als Fahrer unterwegs ist, kann Fehler besser erkennen und beschreiben. Das ist ein echter Vorteil für das spätere Berufsleben. Je nach Eintrittsalter sind manche bis zu zwei Jahre bei mir in der Werkstatt.

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Fazit: Fuhrparkmanagement bei einer Spedition aus einer Hand

Die Werkstatt der Karl Michels GmbH & Co. KG ist ein fester Bestandteil des Unternehmens und heute ein strategischer Baustein des gesamten Logistikbetriebs. Sie sichert die Verfügbarkeit eines Fuhrparks von über 100 Fahrzeugen, ermöglicht schnelle Reaktionen auf Pannen und Ausfälle – auch im Ausland – und schafft das Vertrauen, auf das Fahrer und Kunden täglich angewiesen sind.

Thomas Aßmann und sein Team stehen für eine Werkstattkultur, die auf Qualität, Eigenverantwortung und echtem Teamgeist basiert. Wer als Kfz Mechaniker für Nutzfahrzeuge oder Kfz Mechatroniker einen Arbeitgeber sucht, der Leistung anerkennt und langfristig denkt, findet bei Michels ein gewachsenes Familienunternehmen mit über 85 Jahren Geschichte und vier Generationen Unternehmensführung.

Interviewpartner

Thomas Aßmann | Kfz-Meister & Werkstattleiter, Karl Michels GmbH & Co. KG

Thomas Aßmann ist seit 2008 bei der Karl Michels GmbH & Co. KG. Er hat seine Ausbildung im Unternehmen absolviert, die Meisterschule abgeschlossen und leitet seitdem die unternehmenseigene Werkstatt am Standort Meudt im Westerwald. Er verantwortet die Einsatzbereitschaft eines Fuhrparks von über 100 Fahrzeugen.

FAQ

Was macht ein Kfz Mechaniker bei einer Spedition?

Ein Kfz Mechaniker für Nutzfahrzeuge bei einer Spedition ist für Wartung, Inspektion und Reparatur des gesamten Fuhrparks zuständig. Dazu gehören routinemäßige Wartungen, gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsprüfungen (SP) und HU-Untersuchungen sowie die Behebung ungeplanter Ausfälle, auch im Ausland. Im Unterschied zur Autowerkstatt arbeitet man ausschließlich mit schweren Nutzfahrzeugen wie Sattelzugmaschinen, Siloaufliegern, Kippern und Schubbodenfahrzeugen.

Welche Qualifikationen brauche ich als Kfz Mechaniker bei einer Spedition?

Grundvoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechaniker, idealerweise mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge. Für leitende Positionen ist der Kfz-Meister empfehlenswert. Zusätzlich wertvoll: SP-Prüfberechtigung, Kenntnisse in Fahrzeugdiagnose sowie regelmäßige Weiterbildungen im Bereich Nutzfahrzeugtechnik.

Wie viele Fahrzeuge betreut die Werkstatt bei Michels?

Die Werkstatt der Karl Michels GmbH & Co. KG betreut über 100 Nutzfahrzeuge verschiedener Typen. Durchschnittlich werden pro Tag sechs Fahrzeuge bearbeitet, an Spitzentagen bis zu zwölf.

Bietet Michels Stellen als Kfz Mechaniker oder Kfz Mechatroniker an?

Ja. Die Karl Michels GmbH & Co. KG sucht regelmäßig qualifizierte Kfz-Mechaniker und Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge. Aktuelle Stellenangebote finden Sie auf der Karriereseite unter spedition-michels.de sowie auf michels-azubi.de für Ausbildungsplätze.

Wo befindet sich die Werkstatt der Karl Michels GmbH & Co. KG?

Die Werkstatt befindet sich am Hauptstandort in Meudt im Westerwald, Daimlerstraße 2, 56414 Meudt. Der Standort liegt verkehrsgünstig nahe Koblenz und Frankfurt mit direktem Anschluss an die A3 sowie indirekten Anbindungen an die A5, A48 und A61.

Pour toutes questions, l’équipe de 
Karl Michels GmbH & Co. KG est à votre disposition.

Peter P. Stöcker - Geschäftsleitung, Vertrieb - Spedition Michels
Peter P. Stöcker
Direction commerciale
Téléphone +49.6435.9621.44